Die Projektgruppe
Ziele und Erfolge
Unter unseren Füßen
Die Tiere
ihre Ökologie
und Anpassungen
Kooperationen
 

ihre Ökologie

Der Begriff "Höhle" umschreibt einen nach Größe definierten natürlichen Lebensraum:

"Groß genug, damit ein Mensch ihn betreten kann und länger als fünf Meter."

Da Höhlentierarten aber auch in kleineren Lebensräumen vorkommen und nicht zwingend zwischen natürlichen und künstlichen Hohlräumen unterscheiden, werden im Projekt "Subterrane Fauna" vielfältige unterirdische Lebensräume beprobt: (Natur-)Höhlen, Spalten, Grundwasser, Felsenkeller, Bunkeranlagen, Tunnel, Bergwerke, und Quellen als Schnittstellen zwischen Grundwasser und Erdoberfläche sowie ähnliche Biotope.

Und Höhlentier ist nicht gleich Höhlentier. Manche Vertreter kommen nur zu bestimmten Tages- oder Jahreszeiten in die Höhle, wie beispielsweise einige Schmetterlinge oder Mücken. Dabei schützen sie sich im Sommer vor Vertrocknung oder flüchten im Winter vor dem Frost. Die so lebenden Tierarten werden Subtroglophile genannt (Abbildung A). Zu ihnen zählen auch die Fledermäuse, die Winterschlaf halten und im Sommer nur nachts jagen. Andere Tiere können ihr ganzes Leben sowohl in Höhlen als auch in oberirdischen aber höhlenähnlichen Lebensräumen verbringen. Diese Arten, wie einige Spinnen, Asseln oder Fliegen und Mücken bezeichnet man als Eutroglophile (Abbildung B). Und dann gibt es noch die Tiere, die ausschließlich in Höhlen überleben können und somit als echte Höhlentiere, oder auf fachdeutsch als Eutroglobionte, zu bezeichnen sind. Ihr komplettes Leben verbringen sie in absoluter Dunkelheit (Abbildung C). Darunter sind viele Grundwasserbewohner.

Zuletzt gibt es noch die Höhlengäste (Eutrogloxene), die nur per Zufall in die Höhle geweht, getrieben oder gewaschen werden.

  

Abbildung: Alexander M. Weigand.

 

 

Creative Commons License

  
 
Kontakt: Dr. Alexander M. Weigand | weiganda(at)gmx.net